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pro und kontra Schutzdienst
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Rudelmutti
Gast










BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 21:41    Titel: pro und kontra Schutzdienst Antworten mit Zitat

Hallo Hundefreunde

auf Anregung einiger User hin eröffne ich hiermit diesen Thread zwecks Erfahrungsaustausch. :)

Ich selber betreibe Hundesport im Verein,mein Ziel ist die VPG1 dieses Jahr noch zu bestehen.
Wie Ihr sicher wißt ist Schutzdienst (SD) ein Teil dieser Prüfung (Abt. C).

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen das ICH von der Ausbildung auf Beutespielbasis ausgehe.

Habt Ihr Fragen?
Evl. Anregungen wie man SD Eurer Meinung nach betreiben sollte und wie auf keinen Fall?

Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion. biggrin

Rudelmutti
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Julietta
Forumsuser


Alter: 30
Anmeldungsdatum: 10.10.2004
Beiträge: 581



Wohnort: Frechen bei Köln


BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne Schutzdienst und alles damit verbundene nur vom Zugucken auf dem Hundeplatz. Als wir noch im Ruhrgebiet gewohnt haben, sind wir zu einem Hundeplatz nach Hagen gefahren. Der hat Sport, Spiel und Spaß (das Standardprogramm) für Jedermann und Jederhund angeboten, aber auch Schutzdient, Fährten und was sonst zu VPG dazugehört.
Dort erlebte ich tolle Hunde, die mit Beutespiel ausgebildet wurden und sichtlich Spaß daran hatten und wahrscheinlich noch haben biggrin Hochkonzentrierte Hunde bei der "Arbeit" und sehr gute Unterordnung.

Ich selbst würde jedoch niemals Schutzdienst mit unseren Hunden machen. Ich kann/könnte es nicht mit mir vereinbaren meinen Hund schlagen zu lassen, um ihn zu reizen. Egal, ob's dem Hund jetzt weh tut oder nicht. Desweiteren bin ich gegen traditionelle Unterordnung. Außerdem habe ich zwei derart sensibele Hunde, für die das Training mehr Schaden bringen würde. Da bin ich mir sicher. Ich habe auch noch nie einen Westie gesehen, der einem an den Arm geht biggrin

Ich denke jeder muss für sich und seine Hunde DAS Richtige finde. Es muss allen beteiligten Spaß machen. Wenn es bei Euch der Schutzdienst bzw. VPG ist find' ich das vollkommen okay. Für uns wäre es niemals etwas. Aber ich respektiere gerne andere Meinungen + Einstellungen!

LG aus Frechen sendet Julia
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Liebe Grüße von Julia mit Einstein, Joyce und Grete-Rakete
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Rudelmutti
Gast










BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Julia

ein Westie im SD wäre bestimmt eine Augenweide *lach* lol
DAS würd ich zu gern einmal erleben.

Das mit dem Schlagen ist relativ,diese Stockschläge sind nicht so hart das sie den Hund schmerzen.Es ist lediglich zur Überprüfung der Härte gedacht und auf max. 3 beschränkt.

Gruß
Michi
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Julietta
Forumsuser


Alter: 30
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Wohnort: Frechen bei Köln


BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wir könnens ja mal ausprobieren mit unserem Einstein(chen). Da müsste der Typ aus'm Versteck sich dann bitte nur bücken, damit Einstein kraftvoll zubeißen kann. Ich glaube der Typ "Schutzhund" wäre er schon, wenn sein Körperbau nicht hindern würde biggrin *lach*

Zu den Schlägen: Ich sagte ja bereits oben
Zitat:
Egal, ob's dem Hund jetzt weh tut oder nicht.
Ich könnte es nicht, auch wenn's nur zum Testen der Härte gemacht wird und auf 3 Schläge reduziert. Ich könnte es nicht dulden cry
Aber da sieht man mal, dass ich wieder keine Ahnung hatte. Dachte ehrlich, dass die Hunde mit den Schlägen gereizt werden sollen :eek:
Also ich habe (wie man sieht) Aufklärungsbedarf, auch wenn die Sportart nun nichts für uns wäre, ABER man sollte informiert sein über alles! Finde ich!
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Liebe Grüße von Julia mit Einstein, Joyce und Grete-Rakete
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Lillefini
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Anmeldungsdatum: 10.09.2004
Beiträge: 8550



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BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Stelle erstmal vorab die Frage, warum ein Privatmensch einen ausgebildeten Schutzhund braucht?

Weiterhin kann mir niemand erzählen, dass es hündisch-normal/-notwendig ist, irgendwelchen Menschen im Arm zu hängen. Fährtenarbeit finde ich klasse, UO ist okay (wobei man sich sicherlich über die Art und weise streiten kann) aber warum eben der Schutzhundteil, was für ein Sinn soll das machen?

Freue mich auf sachliche Argumente?
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Liebe Grüße,
Stephie mit Lillemor & Finja
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Heike
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Anmeldungsdatum: 29.08.2004
Beiträge: 5758



Wohnort: Wuppertal-Cronenberg


BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Rudelmutti hat folgendes geschrieben:
Das mit dem Schlagen ist relativ,diese Stockschläge sind nicht so hart das sie den Hund schmerzen.Es ist lediglich zur Überprüfung der Härte gedacht und auf max. 3 beschränkt.


Frage, sind es wirklich Schläge ?

Ich glaube nicht. Nehmen wir mal zum Beispiel wenn ich mit meinem Hund zerren spiele. Dabei "haue" ich ihm rechts und links eine biggrin weil ich weiß dass es ihm richtig Spaß macht, ihn anspornt, weil er den "Körperkontakt" spürt. Weil er seine Beute haben will. Und ich lasse sie ihm auch, genau wie beim Schutzdienst der Hund den Ärmel bekommt. Und genauso hoch erhobenen Hauptes trabt er davon um direkt danach wieder anzukommen um weiter zu spielen.

Das einzige was mich immer wieder verwirrt ist, kann der Hund beim richtigen Schutzdienst unterscheiden zwischen Ärmel und Arm?

Und was ist mit weglaufenden Personen? Auf dem Platz soll er diese auf Kommando stellen, ist das nicht "gefährlich" wenn mal "privat" ein Mensch wegläuft?

Und warum sind so viele Schäferhunde im wahren Leben total durchgeknallt? Auf dem Platz die Besten aber im sozialen Umgang totale Nieten Geschockt
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liebe Grüße
Heike mit
Aaron, Jamie und Aston
Engelchen Kimba ganz fest im Herzen
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cessi
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Anmeldungsdatum: 28.03.2005
Beiträge: 618



Wohnort: Oberbayern


BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm ... genau DAS wollte ich auch fragen ...

Wozu braucht man (außer zu beruflichen Zwecken) einen ausgebildeten Schutzhund ?

Ich bin eine absolute Befürworterin JEGLICHER Ausbildung, die frühstmöglichst beginnen sollte. Nicht nur, daß die meisten Hunde gerne lernen und aktive Beschäftigung schätzen, es unterstützt auch die Bindung zwischen Hund und Mensch, und trägt auch dazu bei, die "Umweltverträglichkeit" zu fördern, besonders in Zeiten, in dem auch der Lebensraum und damit die Lebensqualität unserer geliebten Vierbeiner immer begrenzter wird. Eine Ausbildung tut Mensch und Hund wegen der sozialen Kontakte und zum Austausch mit anderen "Hundlern" gut – macht Spaß, und, seien wir mal ehrlich, ALLEINE übt man nie so konsequent wie in der Gruppe;-)))

Meine beiden Dackel haben auch eine "Grundausbildung", d.h. die Jagdbrauchbarkeitsprüfung, abgelegt, um ihnen ein Mindestmaß an Gehorsam zu vermitteln und um ihre jagdlichen Anlagen (und damit ihre Führigkeit in der freien Natur) besser beurteilen und rechtzeitig reagieren zu können. Diese Prüfung hat in Bayern auch noch den Vorteil, daß sie somit als "Diensthunde", wie z.B. Polizei- oder Blindenführhunde gelten, und nur die Hälfte der Hundesteuer zu zahlen ist. Zusätzlich haben wir noch im Schäferhundeverein wink) ihr soziales Verhalten im Umgang mit anderen Hunderassen geübt (vor allem um ihren sprichwörtlichen Dackel-Größenwahn zu bremsen).

Unsichere Gegenden meide ich – besonders in der Dunkelheit – und ansonsten genügt es mir, wenn die beiden "Fußhupen" mich rechtzeitig durch ihre Aufmerksamkeit vor einer gefährlichen Situation warnen und ich mich somit darauf einstellen kann. An meinem Gartentor prangt ein Schild : "Vorsicht vor dem BISSCHEN Hund" und ich konnte tatsächlich schon beobachten, daß undefinierbare Personen (Hunde waren im Haus) schleunigst an unserem Zaun vorbeigingen;-)))

Wer also und wozu braucht man einen ausgebildeten "Schutzhund" ?

Liebe Grüße

Cessi und Kampfdackel
_________________
Man weiß bei einem Dackel nie, welche Sorte Tränen man gerade in den Augen hat: Solche des Lachens, der Liebe oder der Wut. In einer Dackelseele menschelt es wie in keiner anderen Hundeseele (Horst Stern)
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Lillefini
Mitglied Dogs & Fun e.V.


Alter: 39
Anmeldungsdatum: 10.09.2004
Beiträge: 8550



Wohnort: Auf dem Baumberg (Nottuln)


BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Der Bruder meines Schwagers macht seit Jahren Schutzhund"sport", seine Schäferhunde werden in einer Kleingartenanlage gehalten (gegen die Meinung der Familie). Mein 6 jähriger Neffe hat sich vor einigen Monaten den Arm gebrochen, die Schäferhunde haben sehr extrem auf den Gips reagiert, das hat mir schon zu denken gegeben.

Zitat:
Das mit dem Schlagen ist relativ,diese Stockschläge sind nicht so hart das sie den Hund schmerzen.Es ist lediglich zur Überprüfung der Härte gedacht und auf max. 3 beschränkt.


Hä, wieso muß ich die Härte eines Hundes überprüfen und was ist hier mit Härte gemeint? Wie schnell der Hund den Arm los läßt, wenn ihn jemand schlägt? Ich hoffe doch recht fix!
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Liebe Grüße,
Stephie mit Lillemor & Finja
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Angelica
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Anmeldungsdatum: 26.08.2004
Beiträge: 4243



Wohnort: Alfter - NRW


BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 07:58    Titel: Antworten mit Zitat

So... dann komm mal mein Text dazu. Ich hoff die Fachausdrücke sind noch so richtig.. ist schon so lange her und mit Namenmerken hab ich so meine Probs Verlegen

Gehen wir mal so 14 Jahre zurück.... gabs da schon clickern? Oder Agility? Hundeschulen wie Sand am Meer? Nein.

Ich habe mich damals für den Rottweiler entschieden, weil ich durch meinen Ex-Freund eine Hündin kennen und lieben gelernt hab. Nach der Trennung habe ich einige Jahre selber eine gehabt. Meiner Meinung nach sollte man mit dem Hund, den man hat eine Rassespezifische Ausbildung machen. Da blieb halt nur der Schutzdienst. Denn nur mit Stöckchenwerfen am Rhein ist so ein Hund nicht wirklich ausgelastet.

Eine Freundin von mir hatte 2 Schäferhunde und hat auf einem Schäferhundplatz traininert. Sie hab ich dann jedes WE besucht und bin mit Kulle (ja.. so hiess die Maus) dorthin.
Zu der Zeit gab es einige Welpen und zunächst haben wir eine regelmässige Welpengruppe dort ins Leben gerufen, die teils von den "extremen Hundesportlern" belächelt wurde.

So mit 4 bis 6 Monaten wurde dann auch mit einem Jutetuch/sack von einem der Trainer der Beutetrieb getestet. Ähnlich, wie man das mit seinem Hund und einem Bringsel macht, wird geschaut ob der Hund überhaupt Interesse an Beute hat. Wenn nicht, wurde eben noch ein paar Monate gewartet. Der Hund wurde mit der Beute belohnt und ist zufrieden abgedampft.

Später wird ein Jutebringsel (sieht aus wie ein überlanges Dummy mit Schlaufe) trainiert. Immer wieder wird der Hund mit diesem Bringsel belohnt.

Gleichzeitig wurde die Fährtenarbeit aufgebaut und auch die Unterordnung spielerisch mit Bällchen oder Leckerchen trainiert.

Aus dem Bringsel wurde je nach Ausbildungsstand dann der Arm, der am Anfang an einer langen Leine befestigt von dem Helfer mit viel Trara herumgewirbelt wird und für den Hund immer noch als Beute gilt.

Heike hat folgendes geschrieben:
Das einzige was mich immer wieder verwirrt ist, kann der Hund beim richtigen Schutzdienst unterscheiden zwischen Ärmel und Arm?

Damit ist Deine Frage sicher beantwortet. Ja, er kann unterscheiden. Er wird ja nicht auf den Arm sondern den Jutearm, den der Helfer beim Training und in der Prüfung trägt trainiert.

Gehen wir in der Ausbildung weiter und üben dann "am Mann" wird der Helfer dem Hund, beim verbellen am Versteck und wenn er dann nicht in den Arm beisst mit diesem Arm belohnt, indem der Helfer diesen auslässt und der Hund mit dem Arm stolzen Hauptes über den Platz läuft.

Übrigens hatte meine damalige Freundin einen der ersten weissen Schäferhunde hier im Kölner Raum. Sidney war Angstbeisser und reagierte durch schlechte Sozialisation beim Züchter ängstlich auf Männer mit Stöcken. Durch das Training dort auf dem Platz wurde er selbstbewusster und ob mans glaubt oder nicht, er hat nie in seinem Leben einen Mensch oder ein Tier gebissen!
Durch Unkenntnis über diesen Sport denken viele Menschen eben, das der Hund aufs beissen trainiert wird. Dem ist eben nicht so, wie das Beispiel von Sidney zeigt.

Muss gleich weg, werd heut Nachmittag aber mal schaun, ob ich eins der alten Fotos gescannt bekomme. Dort sieht man die Junghündin der Freundin beim Beutespiel mit dem Helfer und kann gut sehen, das es eben nur um die Beute geht.

Was die Einstellung der Schutzdienstler angeht, habe ich auch viele kennengelernt, die - ähnlich wie man es auch aus England mit den Retrievern kennt - die Hunde kaum mit andern spielen lassen (verpönt), der Hund zwischen dem Training in der Box verbringt und im Zwinger gehalten wird. Das ist eben Einstellungssache und wir beiden Mädels wurden damals sicher belächelt weil wir unsere Hunde als Partner/Familienmitglieder betrachtet und trotzdem trainiert haben. Jedenfalls waren unsere Hunde nicht schlechter als die "harten" wink
Es kommt aber immer auf einen selber an. Will man dem Hund eine artgerechte Ausbildung bieten oder auf Prüfungen glänzen....

Heute gäbe es für mich sicher genug andere Möglichkeiten einem Rottweiler eine Ausbildung zu bieten, die dem Hund Spaß macht und ihm gerecht wird. Für Schutzdienst würde ich mich heute nicht mehr entscheiden.
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Liebe Grüße
Angelica und A.J. (L/R geb. 10/03)

*Lach wenns zum heulen nicht reicht*
diGiTaL-LOoK
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DorisL
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Beiträge: 2550



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BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne den Schutzdienst nur aus dem Polizeidienst. Mein Stiefvater war damit beschäftigt und es hat stets zwiespältige Gefühle in mir ausgelöst. Auf der einen Seite die Bewunderung was diese Hunde alles leisten, siehe Drogenhunde etc. auf der anderen Seite der Weg der sie dort hin führte. Die Ausbildung war teilweise sehr hart aber ich habe wirklich nie einen Hundeführer kennengelernt oder gesehen der seinen Hund nicht wirklich geliebt hat und sie auch damals schon zu Hause hatten. Es waren wirklich zusammengeschweißte Teams die sich aufeinander verlassen konnten.
Für mich persönlich wäre dies keine Aufgabe und ich würde diese Art Hundesport auch nicht einfach nur als Beschäftigung ausüben. Wenn, dann nur wenn ein solcher Hund auch im Dienste der Ploizei, BGS oder so
hätte. Grundsätzlich würde mir aber sicher die nötige Härte und Konsequenz bei einer solchen Arbeit fehlen. Und wenn diese fehlt, kann dies fatale Folgen haben.

Liebe Grüße Doris und das Dreamteam
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Die eigene Freiheit muß da aufhören wo die des Anderen anfängt.

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Amira
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Wohnort: Offenheim


BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Rudelmutti hat folgendes geschrieben:

Das mit dem Schlagen ist relativ,diese Stockschläge sind nicht so hart das sie den Hund schmerzen.Es ist lediglich zur Überprüfung der Härte gedacht und auf max. 3 beschränkt.


Das reicht schon, um das sich bei mir sämtliche Nackenhaare hoch stellen bzw. mir schlecht wird und ich kann im Moment auch bei den anderen Berichten noch nichts finden was für den Schutzdienst spricht (und schon mal gar nicht in privater Hand). Das Beutetriebspiel stelle ich mir klasse für den Hund vor, aber das kann ich dann genauso gut auch mit einer Beißwurst machen, oder etwa nicht?

Also überzeugend war das bis jetzt nicht für mich.


Meine noch offene Fragen aus dem anderen Thread stelle ich auch noch einmal hier:

ab wann wird der Hund nicht mehr über den Beutetrieb gearbeitet, sondern über den Wehrtrieb?

Was ist überhaupt triebstark? Wie erkenne ich, ob mein Hund dafür geeignet ist?

Wie erkenne ich, ob der Schutzdienst auf einem Platz "sauber" ist? (wenn es schon bei der Ausbildung über den Beutetrieb Stockschläge gibt, ist er das sowieso für mich nicht, aber vielleicht habe ich das ja falsch verstanden)

LG

Claudia
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Gina
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Alter: 44
Anmeldungsdatum: 17.09.2004
Beiträge: 319



Wohnort: Eifel


BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auchdass ein Privat-Hund überhaupt NIEMALS auf die Idee gebracht werden sollte, in irgendwas zu packen, was nach einem Arm aussieht. Inzwischen gibt es sicherlich genug Alternativen, an denen man mit seinem Hund arbeiten kann.
Im Hundekatalog habe ich gestern noch Peitschen für die Schutzhundausbildung gesehen, da sträuben sich mir die Haare!
Ich glaube nämlich nicht, dass alle damit verantwortungsvoll umgehen. Einige gucken sich das bestimmt mal so eine Weile an und bilden ihren Hund dann zu Hause aus. Möchte nicht wissen, was dann daraus wird.
Gut, dass ist bei Agility etc sicher genau so, aber dann schadet man dem Hund (Gesundheit) undman gefährdet keine Menschen.

Das Polizei- und Wachhunde ausgebildet werden müssen, ist klar. Aber als Privatmensch soll mein Hund gar nicht erst wissen, wie man beißt.

Schreib doch mal genauer auf, was ihr so alles trainiert. Wahrscheinlich konzentriert man sich als Laie auf das, was so aggressiv aussieht und in Wirklichkeit gibt es noch sehr viel mehr (positives), was dort gelernt wird.
_________________
Gruß
Regina

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*tyee-sweet-chili*
Gast










BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke "Härte" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Hund sich nicht von seiner Aufgabe ablenken lässt, selbst wenn er von dem Helfer "geschlagen" wird.
Wäre im Ernstfall ja auch ziemlich dumm, oder?
Man stelle sich jetzt den Diensthund vor, der den Hundeführer verteidigen soll, und Hundi lässt bei der ersten Gegenwehr vom Täter ab Mit den Augen rollen

Beim Retriever bedeutet Härte dann eher, dass er jedes Gelände annehmen soll, wo Wild oder Dummy sich so hinverirrt haben könnten-sprich eiskaltes Wasser, Gestrüpp, Dornen etc.

Das viele DSH so durchgeknallt sind, liegt m.E. nicht am Schutzdienst, sondern an der allgemeinen Haltung vieler dieser "Sporthunde".
Ich habe schon einige DSH Züchter begutachten dürfen- oft wachsen die Welpen noch im Zwinger auf, wenig bis garkeine Sozialisation, wenn die Hundis mit acht Wochen abgegeben werden.
Danach oft auch Zwinger, oder nur Haus und Hof.
Zur Ausbildung geht es auf den Platz.
Woher soll der Hund Umweltsicherheit nehmen?
Und leider gibt es immer noch genug Idioten, die meinen, ihr Hund müsse nicht spielen (mit anderen Hunden), ihr Hund müsse gefährlich sein etc.
GsD gibt es auch viele Gegenbeispiele-mir ist ein vernüntig ausgebildeter Schutzhund, der also gut im Gehorsam steht und ausgelastet ist, mit etwas, was ihm Spaß macht, lieber als die vielen großen, unerzogenen Hunde egal welcher Rasse.
Die halte ich für potenziell gefährlicher.

Noch was zur Ausbildung: Jede "professionelle" Ausbildung ist hart!
Jagdhunde, die im realen Einsatz stehen (auch Retriever) werden nicht immer nur "lieb und nett" ausgebildet.
Auch aus eigener Erfahrung, von der Blindenführhundausbildung kann ich nur sagen, irgendwann ist Ende mit "Hutschigutschi".
Natürlich muss dem Hund die Sache Spaß machen,aber man muss auch irgendwann soweit sein können zu sagen: Der Hund ist fertig ausgebildet, er kann alles ,was seine Ausbildung erfordert und er tut dies auch!
Diese Hunde müssen hören und sie müsssen wissen, dass sie gehorchen müssen!

Für unsere Familienhunde ist das vielleicht nicht nötig.

Das war jetzt ein bisschen OT, abschließend sage ich mal, ich habe nicht einzuwenden gegen eine Schutzhundeausbildung, auch bei privaten Leuten, sie sollte nur vernünftig ablaufen.
Ein tauglicher Schutzhund ist für mich ein umweltsicherer, souveräner,sozialverträglicher Hund, der gut im Gehorsam steht (und das nicht nur auf dem Platz).
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Peanuts
Forumsuser


Alter: 27
Anmeldungsdatum: 10.09.2004
Beiträge: 1861





BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss sagen, so ganz will mir nicht in den Kopf warum ein Privathund zum Schutzhund ausgebildet werden muss - bei Polizeihunden ist das was ganz anderes, vor allem weil ich nicht glaube, dass ein Hund die Familie beschützen muss bzw. dass man seinen Hund extra dafür ausbilden sollte. Für mich als Retrieverbesitzer ist die Schutzhundearbeit sowieso was ganz fernes, weil der Retriever nicht so zupackt wie z.B. ein Schäfer oder Mali, und ich ja extra auf "Weichmäuligkeit" hinarbeite. Mir kommt auch immer vor, dass sich ein bestimmter Typ Mensch solche Hunde zulegt und das da sehr oft gefährliche Kombinationen dahinter stehen. Gerade beim heutigen Ausbildungsangebot könnte man die klassischen Schutzhunderassen sicherlich auch gut über Unterordnung, Agility oder anderes beschäftigen.
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Amira
Forumsuser


Alter: 44
Anmeldungsdatum: 02.04.2005
Beiträge: 334



Wohnort: Offenheim


BeitragVerfasst am: 09.05.2005, 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

*tyee-sweet-chili* hat folgendes geschrieben:

, lieber als die vielen großen, unerzogenen Hunde egal welcher Rasse.
Die halte ich für potenziell gefährlicher.


Also ich persönlich halte die kleinen Hunde für viel unerzogener als die großen biggrin

*tyee-sweet-chili* hat folgendes geschrieben:

Noch was zur Ausbildung: Jede "professionelle" Ausbildung ist hart!
Jagdhunde, die im realen Einsatz stehen (auch Retriever) werden nicht immer nur "lieb und nett" ausgebildet.
Auch aus eigener Erfahrung, von der Blindenführhundausbildung kann ich nur sagen, irgendwann ist Ende mit "Hutschigutschi".


Was heißt jede professionelle Ausbildung ist hart? Wird da auch mit Knüppel und Teletakt gearbeitet? Also ich beschmeisse meinen Hund bestimmt nicht nur mit Wattebällchen, aber ein Klaps auf die Schnute war bis jetzt das höchste der Gefühle was Amira von mir bekommen hat und das auch nur einmal.

Ich muss doch keinen Hund schlagen oder ihn mit Strom ins Wehrverhalten treiben, damit er das macht was ich von ihm verlange - igitt Sehr böse .

Aber ich bin immer noch gespannt auf die genauen Erklärungen der Schutzhundesportler, denn wenn ich nicht genau weiß wie es läuft, dann kann ich es auch nicht beurteilen.

LG

Claudia
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